Broadcast - radioart-residency.net https://radioart-residency.net Thu, 03 Sep 2020 11:09:53 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.11 https://radioart-residency.net/wp-content/uploads/2018/09/cropped-test2-Kopie-32x32.png Broadcast - radioart-residency.net https://radioart-residency.net 32 32 Rückblick: Radio Art Residency https://radioart-residency.net/rueckblick-radio-art-residency/ Wed, 26 Aug 2020 10:08:24 +0000 https://radioart-residency.net/?p=2021 Fünf Künstler*innen konnten im Rahmen des internationalen Residenzprogramms Radio Art Residency, das Radio CORAX gemeinsam mit dem Goethe-Institut ausgerichtet hat, nach Halle (Saale) kommen und das Medium Radio erproben.
Das Residenzprogramm ist in diesem Sommer mit dem letzten Stipendiaten Hardi Kurda zu Ende gegangen. Am Samstag, den 29.8.2020, sendet CORAX einen ausgedehnten Rückblick auf die Radioarbeiten der Residenzkünstlerinnen und die Kunst im freien Radio.

On Air: Samstag, 29.8., 15.00 Uhr — 02.00 Uhr (CET)
auf Radio CORAX 95.9 in Halle (Saale) und im Live-Stream: radiocorax.de

15:00 Sol Rezza “Ganz Ohr: eine akustische Kartierung der Stadt”

16:30 André Damião “Mobile Music: Kollektiver Lärm und das Öffentliche”

18:30 Hardi Kurda “Everything Illegal: Die Dringlichkeit an die Ränder der Legalität zu hören”

20:00 Sara Hamdy “Margins for Madness: ein temporärer Garten als Radioraum”

22:00 Claire Serres “Raven Voices: Stimmerkundungen im On-air-Raum”

 

 

Photo: Mobile Music Performance No. 3, André Damião & Noise Crowd / credits: Thies Streifinger

]]>
Everything Illegal https://radioart-residency.net/everything-illegal/ Tue, 16 Jun 2020 15:54:07 +0000 https://radioart-residency.net/?p=1971  

Auch für die letzte Performance im Rahmen seiner Residenz bei Radio Corax sammelte Hardi Kurda individuelle Erzählungen über illegales Handeln. Auf Grundlage der Gespräche mit der Cellistin Khabat Abas, mit dem Performance-Künstler Sherko Abbas und mit einem anonymen Grenzgänger sowie auf Grundlage seiner eigenen Erfahrungen schrieb der Komponist eine Partitur für Stimme und Radio Springs, eine mit Radio-Apparaten und Sprungfedern präparierte Bratsche, die Kurda selbst spielt. Den vokalen Part übernahm die Sopranistin und Voice-Performerin Nina Guo. Zur Interpretation der Partitur trafen sich die Performerinnen on air für eine “telepathische” Live-Performance auf Radio Corax 95.9.

 

“Everything Illegal” Live-Radio-Performance / 7. Juni 2020
mit Hardi Kurda, Radiola Springs & Nina Guo, Stimme
und den Erzählungen von: Khabat Abas, Sherko Abbas, Hardi Kurda & einer anonymen Stimme
Gespräch mit Hardi Kurda über Illegalität und sein Radio-Projekt “Listening’s Urgency”

 

]]>
Listening’s Urgency auf Radia.fm https://radioart-residency.net/listenings-urgency-auf-radia-fm/ Tue, 19 May 2020 15:48:59 +0000 https://radioart-residency.net/?p=1941 Für die zweite Radio-Performance im Rahmen seines Projekts “Listening’s Urgency” bat Hardi Kurda Musikerinnen, Künstlerinnen und Schriftsteller aus verschiedenen Teilen der Welt, sich zur Bedeutung und ihrer persönlichen Erfahung mit Illegalität zu äußern: Was bedeutet Illegalität? Kann Illegalität Lärm produzieren? Überschreiten wir durch Zuhören die Grenzen der Legalität?

Die aufgenommenen Stimmen und Erzählungen bildeten den Ausgangspunkt für eine einstündige Live-Radio-Performance mit einem sechsköpfigen Radio-Ensemble, das am 26. April 2020 auf Radio Corax zusammentraf. Für das Radiokunstnetzwerk Radia.fm erstellte Kurda eine bearbeitete Fassung der Performance, die diese Woche in zwanzig Sendern in ganz Europa und darüber hinaus ausgestrahlt wird:

Radia Show 790: Listening’s Urgency by Hardi Kurda (Radio Corax)

Listening’s Urgency – Live-Radio-Performance von Hardi Kurda, mit: Andre Damiao, live aus São Paulo; Maximilian Glass, live aus Leipzig; Kamil Korolczuk, live aus Berlin; Hardi Kurda, live aus London; Soheil Soheili, live aus Teheran; Ralf Wendt, live aus Halle; und mit den Stimmen von: I‑ID aus Teheran, Kani Kamil aus London, Peshraw Mohammed aus Berlin, und Niga Salam aus Slemani.

 

]]>
Rückblick: Eröffnungs-Performance “Listening’s Urgency” https://radioart-residency.net/rueckblick-eroeffnungs-performance-listenings-urgency/ Tue, 24 Mar 2020 13:54:04 +0000 https://radioart-residency.net/?p=1886 Am 11. März lud Hardi Kurda zum Auftakt seines Radioprojekts “Listening’s Urgency” ins Blech. Raum für Kunst Halle. “Listening’s Urgency” (Die Dringlichkeit des Zuhörens) stellt durch vielschichtige auditive Ausdrucks- und Interaktionsformen Fragen nach der Legitimierung des Legitimen, nach der Konstruktion von Illegalität, und nach der Freiheit, die das Zuhören bieten kann:

Wer entscheidet, was “legal” und was “illegal” ist? Die Regeln, die uns alltäglich kontrollieren, werden durch soziale Strukturen und durch politische Macht kreiiert. Kann das Hören und Zuhören hier einen Freiraum des Denkens und Reflektierens eröffnen? Können die Regeln der Illegalität im Zuhören hinterfragt werden? Ist Zuhören illegal?

Zum Auftakt des Projekts fragte Kurda Radiomacherinnen und ‑hörerinnen, was Illegalität für sie bedeutet. Aus den ersten Interviews entstand ein Hörstück, das am 11. März live on air auf Radio CORAX 95.9 und in den Galerieraum des Blech gesendet wurde. Dort war das Publikum aufgefordert, den Klang der Performance zu bestimmen und dabei das eigene Zuhören zu erforschen:

 


“Listening’s Urgency” Installation, Performance und Radiostück von Hardi Kurda (Ausschnitt)
mit: Albert, Jasmin Gittel und Götz Rubisch
sowie mit Kompositionen von Hardi Kurda, interpretiert vom Ensemble Recherché, Freiburg, und Improvisationen von Khabat Abas, Cello, und Hardi Kurda, Radio und Electronics.

 

 

Foto: Marcus-Andreas Mohr

]]>
Die Dringlichkeit des Zuhörens: Hardi Kurda ist 5. Artist-in-Residence https://radioart-residency.net/die-dringlichkeit-des-zuhoerens-hardi-kurda-ist-5-stipendiat-der-radio-art-residency/ Thu, 13 Feb 2020 09:11:21 +0000 https://radioart-residency.net/?p=1793 Der Komponist und Klangkünstler Hardi Kurda ist der fünfte Stipendiat der Radio Art Reisdency. Kurda studierte Musik in Slemani und Komposition in Göteborg und Leipzig. In seinen Performances und Kompositionen benutzt der Künstler das Radio als Instrument, mit dem er das Klangmaterial der Frequenzen erkundet.

Ich war immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, Musik zu machen und mich dabei frei zu fühlen — in dem Sinne, dass ich der Zeit, der Erforschung des Raumes und der Wahrnehmung der Umgebung keine vorgefertigte Idee aufdrängen wollte. Und ich fand diese Freiheit im Radio, in den Frequenzen, die frei zu hören und zu nutzen sind.

Die Freiheit, die in den Zwischentönen des Frequenzbands liegt, will der Künstler auch während seiner dreimonatigen Residenz bei Radio CORAX untersuchen. Unter dem Titel Listening’s Urgency (die Dringlichkeit des Zuhörens) will Kurda eine Radiopraxis entwickeln, die er in Kurdistan-Irak fortführen kann, wo er aufgewachsen ist und 2017 ein Festival für Klangkunst und experimentelle Musik gegründet hat, das künstlerische Klangpraktiken in den öffentlichen Raum trägt. Zur Eröffnung seiner Residenz im Blech — Raum für Kunst Halle lädt Hardi Kurda zu einer interaktiven Performance:

Die Besucherinnen sollen durch Interaktion verschiedene Frequenzen finden oder verändern. Dabei ist mir wichtig, dass sie aktiv hören, miteinander agieren und entscheiden. Denn das macht das Radio für mich aus: es bringt Menschen in Kontakt.

Eröffnungs-Performance “Listening’s Urgency”

Am Mittwoch, 11. März 2020, 18.30 Uhr
im Blech – Raum für Kunst Halle / Am Steintor 19
& 19.00 Uhr auf Radio CORAX 95.9

Zum Lesen & Hören

→ Live-Gespräch mit Hardi Kurda im Freispiel auf Radio CORAX 95.9 und online: Sonntag, 16. Februar, 20 Uhr

 

→ Interview mit Hardi Kurda in der Radio CORAX Programmzeitung

 

 

Foto: Hardi Kurda, Space 21 Festival, Erbil 2019; credits: Gailan A. Ismail

]]>
Rückblick: Margins for Madness — Installation für Radio https://radioart-residency.net/rueckblick-margins-for-madness-installation-fuer-radio/ Tue, 28 Jan 2020 11:54:30 +0000 https://radioart-residency.net/?p=1778 Vom 23. — 30. November 2019 ließ Sara Hamdy im Blech. Raum für Kunst Halle eine Garten- und Radio-Installation entstehen.
Die Installation Margins for Madness, Undesirable Monuments war Teil eines fortlaufenden
Projekts, in welchem Hamdy erforscht, wie Wahnsinn und Unvernunft sozial konstruiert werden.
Wie wird Wahnsinn verkörpert und im öffentlichen Raum repräsentiert? Das Verborgene und die
Abgeschlossenheit der urbanen Gärten sind für die Künstlerin dabei Sinnbild für das, was wir
Irrsinn nennen.
Die Installation entstand durch Beiträge von Pflanzenliebhaber*innen, die eingeladen waren, ihre merkwürdigste grüne Mitbewohnerin Teil des Gartens werden zu lassen, der für eine Woche lang Ausgangspunkt für mehrere Radiosendungen war:

Eröffnungs-Sendung (ausschnitt)
Das Museum der Pflanzentiere (ausschnitt)

 


 

Foto: Thies Streifinger

 

]]>
So zwischentönig wie der Gesang eines Vogels https://radioart-residency.net/so-zwischentoenig-wie-der-gesang-eines-vogels/ Sun, 08 Sep 2019 16:53:21 +0000 https://radioart-residency.net/?p=1328  

Die Künstlerin Sara Hamdy aus Kairo ist die vierte Stipendiatin der Radio Art Residency. Hamdy studierte bildende Kunst in Kairo und verbindet in ihren poetischen Arbeiten Klang und Bild als auch Performance und Text. Das Verdeckte und Verborgene – das, was wir nicht sehen oder hören – leitet die Arbeiten der Künstlerin:

Ich bin fasziniert von dem, was wir ›Wahnsinn‹ nennen. Im Arabischen bezeichnet das Wort Wahnsinn das Verborgene, im Sinne der Verheimlichung. Das heißt, es gibt etwas, das wir über seine Existenz wissen, aber wir sehen es nicht, wie die unausgesprochene Geschichte der Erinnerung, wie die hinter Mauern liegenden Gärten oder wie Wälder mit ihren verborgenen Samen in der Erde.

Sara Hamdy, The Complex Songs, Alexandria 2016

 

Am 21. September eröffnet Sara Hamdy ihre dreimonatige Residenzzeit in Halle (Saale) mit einer Performance aus ihrer Arbeit The Complex Songs im Rahmen des Radio CORAX-Jahresfests.

 

 

Sara Hamdy über ihre künstlerische Arbeit und ihre Vorhaben für die Radio Art Residency (40 min.)

 

Bild: Sara Hamdy

 

]]>
Nachklang: Die Stimmung des Geräuschs on Air https://radioart-residency.net/nachklang-die-stimmung-des-geraeuschs-on-air/ Thu, 18 Jul 2019 09:22:22 +0000 https://radioart-residency.net/?p=1284 Am 6. Juni beschloss André Damião seine Residenz in Halle (Saale) mit einem Matinee-Konzert im Innenhof der Burg Giebichenstein.

Der Konzert-Mitschnitt kann hier nachgehört werden, und wird bei Radio CORAX am Sonntag, den 21. Juli, 20 Uhr im “Freispiel” ausgestrahlt:

Die Stimmung des Geräuschs von André Damião (35 min.)


 

Foto: Luzie Ilgner

]]>
No Ravens Left for the Funeral https://radioart-residency.net/no-ravens-left-for-the-funeral/ Mon, 20 May 2019 08:42:11 +0000 https://radioart-residency.net/?p=1270 Das Radiostück “No Ravens Left for the Funeral” (Es sind keine Raben mehr übrig für die Beerdigung) diskutiert das Nebeneinander verschiedener Formen der Klangdefinition, die durch instrumentale Improvisation mit präparierter E‑Gitarre, selbstgebauten Schaltungen und anderen elektronischen Instrumenten vermittelt werden.

Das Stück entstand im Rahmen der Radio Art Residency und wurde bei Radia gesendet, einem Netzwerk von Radiokunst-Stationen in Europa und darüber hinaus.

No Ravens Left for the Funeral von André Damião (28 Min.)

 

Foto: Tina Klatte

 

]]>
Im Aufnahmezustand: André Damião & Thomas Rohrer https://radioart-residency.net/im-aufnahmezustand-andre-damiao-thomas-rohrer/ Tue, 14 May 2019 18:46:03 +0000 https://radioart-residency.net/?p=1259 Am 2. Mai trafen sich André Damião und Thomas Rohrer in den Studios von Radio CORAX zu einer elektro-akustischen Begegnung. Zu hören sind die präparierte E‑Gitarre, selbstgebauten Schaltkreise von Damião und Rohrers Rabeca-Violine, die er mit Elektronik und Objekten bespielt.

 

 

 

Foto: Tina Klatte

 

]]>